Das beliebteste Speiseöl war 2011 das Rapsöl. Die Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) gibt an, dass Rapsöl 2011 einen Marktanteil von über 37 Prozent hatte. Der durchschnittliche deutsche Haushalt konsumierte 2011 rund 1,7 Liter Rapsöl. Insgesamt wurden 66 Millionen Liter Rapsöl verkauft. Auf Platz zwei der beliebtesten Speiseöle lag das Sonnenblumenöl mit 58 Mio. Liter, auf Platz drei kam Olivenöl mit 31 Millionen Liter. 2011 wurden 176 Millionen Liter an Speiseöl verkauft.

Rapsöl ist ein pflanzliches Öl das aus den Samen von Raps gewonnen wird. Die Samen werden entweder kalt oder warm gepresst, so dass durch die Pressung Öl entsteht. Rapsöl ist durch seine ausgewogenen Fettsäuren sehr gesund, besonders der große Anteil von ungesättigten Fettsäuren und den Alpha-Linolensäuren. Daneben besitzt es Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren, welche in einem guten Verhältnis zu einander vorkommen. 100 Gramm Rapsöl enthält 91 Gramm ungesättigte Fettsäuren. Olivenöl enthält 85 Gramm ungesättigte Fettsäuren. Rapsöl ist im Vergleich mit Olivenöl oder Sonnenblumenöl, das Öl, dass am wenigsten gesättigte Fettsäuren hat. Diese werden als schlechtes Fett bezeichnet. Auf 100 Gramm Rapsöl kommen lediglich knapp 7 Gramm ungesättigte Fettsäuren, Olivenöl hat bereits 15 Gramm. Das Rapsöl soll sich durch seine Inhaltsstoffe positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken, indem es das Verhältnis der Blutfette reguliert. Daher soll Rapsöl die Gesundheit fördern und das Risiko bestimmter Krankheiten senken können.

Das raffinierte Rapsöl kann bis zu 180 Grad erhitzt werden und eignet sich im Gegenteil zu Olivenöl damit auch zum Frittieren, Braten und Kochen. Natürlich kann mit Rapsöl auch gekocht und gebacken werden. Neben dieser Verwendung, kann Rapsöl auch zur Zubereitung von kalten Speisen wie Salate oder auch zum marinieren verwendet werden. Besonders kaltgepresste Öle können mit ihrem nussigen Geschmack überzeugen.

Sehr gute Rapsöle werden mit der Deutschen Landwirtschafts Gesellschaft (DLG)-Zeichen bewertet und sind auf der Flasche mit einem „Jährlich DLG prämiert“ ausgezeichnet. Das Siegel bedeutet eine gleich bleibende, gute Qualität und top Geschmack.Die geprüften Öle werden vier Prüfungen unterzogen.Beim Einkaufen kann man die kaltgepressten und warm-gepressten Öle an ihrer Farbe unterscheiden. Das kaltgepresste Öl ist sehr gelb, das warm gepresste eher gelblich bis transparent. Wenn die Farbe des Öls durch eine dunkle Flasche nicht erkennbar ist sollte auf dem Etikett ein Zusatz wie „kaltgepresst“ oder „nativ“ vermerkt sein.

Foto: Petra Bork / pixelio.de

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